Love etc.

Liebe soll heilen, sagen sie.

Psychologisch gesehen wollen wir den anderen besitzen, wenn wir uns verlieben. Mag sein, dass das sogar stimmt. Aber die meisten wollen noch viel mehr besessen werden. Gott, wie sehr ich es hassen würde. Natürlich spricht niemand von Besitz, muss man ja auch nicht, denn jeder weiß es, ohne es formulieren zu können.

Ich denke, ich habe in den letzten Tagen die Antwort auf die ewige Frage nach mir in der Liebe gefunden, warum ich nicht lieben kann: Ich liebe die Freiheit. Ich will essen was ich will, wann ich will, ich möchte küssen wen ich will und wann ich will, ich möchte sicherlich auch schlafen mit wem ich will, ich möchte die Filme sehen, die ich sehen möchte und nicht mit einem anderen darüber diskutieren. Ich möchte ein Bett für mich allein, ich möchte meine Ruhe, immer, oder zumindest meistens...

Bücher und ein Mensch haben mir die Augen geöffnet und gemeint, ich würde allein heller leuchten und bräuchte keinen starken Mann an meiner Seite, was im Grunde auch stimmt.

Und ich frage mich, wieso es niemals einfach ist. Wieso kann man nicht einfach emotionale Verbindung genießen, ohne Brunch, Hochzeiten und Sex, wieso muss es immer alles so eng sein? Ich sehe in die Zukunft, und weiß, wen ich an meiner Seite brauche und wen nicht, weiß, wer mich glücklich macht und dass es dazu keine Liebesbeziehung braucht.

Hugs, Kisses (eher  weniger) and Shotguns.

10.12.16 21:03, kommentieren

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Stupid humankid

Sie verkleiden sich als Engel, Soldaten oder Sexy Weihnachtsmänner und verteilen Gratislebkuchen und 20-Prozent-auf-ihre-nächste-Maniküre-Gutscheine. Sie geben viel Geld aus, um einander in vornehme Hotels einzuladen. Sie gehen auf Konzerte, in den Zoo und in Schwimmbäder. Sie kaufen glitzernde Deko und beschenken sich mit unnötigen "witzigen" Kleinigkeiten. Sie posten auf ihren Netzwerken, was sie gerade tun, zumeist ließt man da "Schlafen", "Essen", "Party" oder "Masturbieren". Sie lassen ihre Schüler Monologe aus alten Werken, deren Wert sie nie erkannten, auswendig lernen. Sie suchen die große Liebe im Internet wie ein neues Paar Schuhe.

MENSCHEN:

Ich verstehe die Spezies nicht. Im Grunde scheint niemand komisch zu finden, was wir hier tun, dennoch ist es befremdlich, es ist banal und im Grunde einfach nur kindisch. Wir sind nur eine größenwahnsinnige Zufallsgröße in einem völlig unegal-egalen Universum und das stört uns nicht, weil wir es nicht erkennen.
Wenn ich durch die Straßen, die dieser Tage von Weihnachtsmärkten befallen sind, wandle, denke ich, ich bin hier falsch.

Zu schwer fällt es mir diese widerliche, lächerliche Spezies als die meine anzuerkennen. Man sagt, ich sei verrückt, aber das bin ich vielleicht gar nicht, vielleicht sind die anderen die verrückten. Wer weiß das schon, wir wissen nichts, nur wissen selbst das die wenigisten. 

Song dazu: Jesus Christus von Adam Angst

Hugs, Kisses and Shotguns. 

10.12.16 20:54, kommentieren