We have to learn to kill our dreams...

Ich bin jetzt 16 Jahre alt und frage mich doch tatsächlich so wie eine 40-Jährige es tun würde, was ich eigentlich mit meinem Leben mache.

Als ich ein Kind war, oder als ich gerade in die Pubertät kam, hatte ich Vorstellungen und Pläne, und zwar nicht wenige, wie mein Leben sein würde, wenn ich 16 bin. In einem Tagebucheintrag, den ich mit 13 verfasst habe, wollte ich mit 16 einen Freund haben, keine Jungfrau mehr sein, mit coolen Menschen an den Wochenenden coole DInge erleben, gänzlich eigenständig sein können, wieder angefangen haben zu tanzen.... and so on. Nichts davon habe ich wirklich erreicht und obwohl mir klar ist, dass ich für all das noch Zeit habe, macht es mich traurig. ICh bin der Mensh, der ich sein wollte, nur dass ich damit allein und depressiv bin. Ich habe mir als 13-Jährige selbst versprochen dass alles besser werden würde, aber noch ist es das nicht und ich fühle mich mir selbst gegenüber schuldig, und das zurecht, denn niemand sollte sich so zurückfallen lassen. 

Ich will diese Partys ja gar nicht. Ich kann darauf verzichten, mich zu betrinken und Weed zu nehmen uund mit fremden Männern rumzumachen, aber wieso bedeutet das in dieser welt, allein zu sein? 

Genug davon. 

Let's talk about the future. ICh weiß, und das schon seit Jahren, dass ich Therapeutin werden möchte, mit Kriminellen arbeiten möchte und die Seelen der Unheilbaren heilen. Aber es sind Zeiten einer schweren Identitätskrise. Ich fürchte so sehr, dass ich es gar nicht kann, oder nicht für immer. Ich würde so viele Geschichte hören, doch sie würden mir nicht gefallen oder wenn, dann würde es wehtun, und wie könnte ich das für immer auf meinen Schultern tragen?  Ich denke, ich würde nicht in diese Arbeitswelt passen, egal in welchem Beruf.

Was ich unheimlich gern täte, wäre Philosophie zu studieren und dann zu schreiben, mal für ein Magazin, mal ein Buch, doch auch das ist so unrealistisch. ICh könnte Philosopieprofessorin werden. Eine Professorin, die vor anderen Srudenten steht, die Philosophie studieren, weil sie glauben, vom Schreiben und Denken leben zu können. Aber das kann man nicht. 

Die alten Songs spielen und ich frage mich, wieso ich nur noch Punk höre, wo das hoffnungsvolle Mädchen hin ist, das Lana del Rey und One Republik und Passenger und Joy Division und Bastille gehört hat, während es auf die glorreiche Zukunft wartete.

Kill your dreams, girl. 

Hugs, Kisses and Shotguns.

4.12.16 11:51, kommentieren

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Vom Unsinn des Sinnes

Ich sitze hier, in meinem Bett, frierend, ein wenig hungrig und totmüde.

Lies den Satz. 

Nochmal.

Und Nochmal.

Ein letztes Mal. 

Wo liegt der Fehler? Kommt es dir nicht komisch vor? Glaubst du nicht, dass ich lüge? Hättest du gestutzt, wenn ich dich nicht darauf hingewiesen hätte?
Nein, das hättest du nicht. (Wenn aber doch, dann sollten wir definitiv heiraten.) 

Wie dem auch sei, ich finde die Tatsache, dass ich geschehe immer merkwürdiger.

Ich meine, es ist doch unlogisch, nicht war? Ich sitze hier und schreibe, einen virtuellen Text in einer virtuellen Welt, sitzend auf einem Bett, welches weniger virtuell ist als der Inhalt meines Computers, obgleich dieser doch nahezu unbegrenzt ist, in einer Welt, die auf einer Erde stattfindet, die für mich so unheimlich groß ist, dass ein Leben nicht reichen würde, um all ihre Orte zu erkunden, obwohl dieser Planet jedoch ganz klein ist, gewärmt von einer Sonne, die wiederum riesenhaft groß ist, doch für uns nur ein kleiner Kreis am Himmel ist, keineswegs ist sie als das gigantische Zentrum einer winzigen Galaxie in einem endlosen, immer dagewesenen Universum....

Und ich sitze hier und zittere vor Kälte und schreibe diesen Text und kann all das nicht fassen, weil es keinen Sinn ergibt, und sobald es das doch irgendwie tut, wird es in Relation mit dem nächstgrößeren Indikatoren doch wieder gänzlich sinnlos, wobei es doch der Sinn meines Lebens ist, zumindest im augenblick, obgleich uns doch allen bewusst sein sollte, dass der Sinn gänzlich unsinnig ist, denn dieses Universum scheint zu existieren, ohne einen Zweck zu erfüllen, doch wie sinnlos wäre die Annahme, dass das Große und Ganze keinen Sinn ergibt? 

Und wieso fällt niemandem auf, wie unlogisch mein Sitzen und Schreiben doch ist, wieso wundert sich keiner, dass unser Leben so kompliziert und stressig und traurig und überfüllt mit Problemen ist, obwohl es doch keineswegs relevant ist?

Mein Abiturdurchschnitt, mein Partner, die Namen meiner Kinder oder die Farbe meines BHs sind von keinerlei Relevanz für das Universum, und doch werde ich alles sorgfältig wählen, da ich eine gewisse Relevanz dahinter sehe, aber nur, solange ich nicht denke, denn sobald ich mich frage, warum ich hier gerade stehe und mich nicht zwischen dem pinken und dem schwarzen BH entscheiden kann, so werfe ich beide BHS hinter mich und trage einfach keinen. (Tue ich doch, denn es ist unbequem, keinen BH zu tragen) 

Wieso hat etwas Relevanz, wenn es für das übergeordnete irrelevant ist und wieso zweifelt niemand, wieso wählen wir weiter dumm und beschränkt sorgfältig die Farbe unserer billigen Push-Up-BHs und wieso  werden wir verrückt, wenn wir es nicht tun? Wieso fürchten wir den IRRSINN? Darin steckt das Wort Sinn, und das wort irren, im Sinne von sich täuschen oder aber suchend umherirren. WIR IRREN UMHER UND SUCHEN DEN SINN, IN DESSEN EXISTENZ WIR UNS IRREN, DENN ES GIBT IHN NICHT.

Wie kann es etwas nicht geben, was in unseren Köpfen eine Form hat?

Gäbe es keinen Sinn, dann wüssten wir dieses Wort nicht, doch welchen Sinn ergibt es, dass niemand des Sinnes kundig ist?

Ich sitze hier, verstehe es nicht und bin wütend auf mich selbst, weil ich mich nur sinnlos verwirre.
Was wollte ich am Anfang sagen?

Ach ja, dass es komisch ist, dass ich bin. Und das ist es. 

Hugs, Kisses and Millions of Shotguns. 

3.12.16 22:17, kommentieren