...

Es ist Winter und ich bin krank, geistig überlastet und ein wenig melanchonisch.

Ich schreibe jede Woche ein Zitat oder eine Stelle aus einem Songtext in eine Art Tagebuch, welches die ganze Woche in einem Satz zusammenfasst. 

Jetzt ist das Buch nahezu voll und ich habe heute einige Zeit (in der ich eigentlich hätte lernen sollen) darin investiert, das Buch zu lesen.
Ich mache das nun seit ich 12 bin und ich bin schockiert, wie sehr sich die Singe verändert haben. Die Dinge waren einfach, dann wurden sie kompliziert, ich habe mich verändert, die Dinge wurden einfacher, besser, schlechter, komplizierter und dann noch grauenhafter und noch komplizierter und ich frage mich, wer dieses Mädchen war, das vor 2 Jahren gedacht hat, es könne die Welt mit seinem trotzigen Lächeln und  lautstarken Protest verändern, wenigstens ein wenig.

Es dreht sich alles in meinem Kopf und ich bin mir nicht sicher, wer ich überhaupt bin. Ich habe einen Freund gefragt und er sagte, es sei egal solange ich es vertreten kann, aber genau das kann ich nicht. Ich sollte dringend meine Pläne umsetzen und mir treuer werden. 

Bye

4.12.16 17:57, kommentieren

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We have to learn to kill our dreams...

Ich bin jetzt 16 Jahre alt und frage mich doch tatsächlich so wie eine 40-Jährige es tun würde, was ich eigentlich mit meinem Leben mache.

Als ich ein Kind war, oder als ich gerade in die Pubertät kam, hatte ich Vorstellungen und Pläne, und zwar nicht wenige, wie mein Leben sein würde, wenn ich 16 bin. In einem Tagebucheintrag, den ich mit 13 verfasst habe, wollte ich mit 16 einen Freund haben, keine Jungfrau mehr sein, mit coolen Menschen an den Wochenenden coole DInge erleben, gänzlich eigenständig sein können, wieder angefangen haben zu tanzen.... and so on. Nichts davon habe ich wirklich erreicht und obwohl mir klar ist, dass ich für all das noch Zeit habe, macht es mich traurig. ICh bin der Mensh, der ich sein wollte, nur dass ich damit allein und depressiv bin. Ich habe mir als 13-Jährige selbst versprochen dass alles besser werden würde, aber noch ist es das nicht und ich fühle mich mir selbst gegenüber schuldig, und das zurecht, denn niemand sollte sich so zurückfallen lassen. 

Ich will diese Partys ja gar nicht. Ich kann darauf verzichten, mich zu betrinken und Weed zu nehmen uund mit fremden Männern rumzumachen, aber wieso bedeutet das in dieser welt, allein zu sein? 

Genug davon. 

Let's talk about the future. ICh weiß, und das schon seit Jahren, dass ich Therapeutin werden möchte, mit Kriminellen arbeiten möchte und die Seelen der Unheilbaren heilen. Aber es sind Zeiten einer schweren Identitätskrise. Ich fürchte so sehr, dass ich es gar nicht kann, oder nicht für immer. Ich würde so viele Geschichte hören, doch sie würden mir nicht gefallen oder wenn, dann würde es wehtun, und wie könnte ich das für immer auf meinen Schultern tragen?  Ich denke, ich würde nicht in diese Arbeitswelt passen, egal in welchem Beruf.

Was ich unheimlich gern täte, wäre Philosophie zu studieren und dann zu schreiben, mal für ein Magazin, mal ein Buch, doch auch das ist so unrealistisch. ICh könnte Philosopieprofessorin werden. Eine Professorin, die vor anderen Srudenten steht, die Philosophie studieren, weil sie glauben, vom Schreiben und Denken leben zu können. Aber das kann man nicht. 

Die alten Songs spielen und ich frage mich, wieso ich nur noch Punk höre, wo das hoffnungsvolle Mädchen hin ist, das Lana del Rey und One Republik und Passenger und Joy Division und Bastille gehört hat, während es auf die glorreiche Zukunft wartete.

Kill your dreams, girl. 

Hugs, Kisses and Shotguns.

4.12.16 11:51, kommentieren